DIE PANNENGESCHICHTE GEHT WEITER …


  • Enero 02, 2020
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DIE PANNENGESCHICHTE GEHT WEITER …

DIE PANNENGESCHICHTE GEHT WEITER…

 

Von Katharina Wittmann

 

Hallihallo an Euch treue Leser! Ich bin wieder da! Nach drei Wochen Reiseleitung in ganz Chile und Argentinien bin ich um den zweiten Advent wieder bei Milton und Bagual angekommen. Aber eigentlich auch nicht so richtig. Wie Ihr bestimmt schon erraten habt, Bagual macht mal wieder Probleme. Ja, ich gebe ja zu, langsam wird es wahrscheinlich langweilig das zu lesen. Aber andererseits – von was sollte ich auch erzählen, wenn alles gut gehen würde? Dann hätten wir ja gleich mit einem normalen Bus fahren können. Also; die Gruppe, mit der ich fast drei Wochen in Chile und Argentinien unterwegs war, war sehr nett. Interessante und freundliche Menschen, die allesamt viel Freude am Entdecken der beiden Länder hatten und mit denen es einfach Spass gemacht hat. Trotzdem ist diese Zeit immer sehr anstrengend für mich und ich hätte gerne Zeit gehabt, mich nach der Rundreise an einem ruhigeren und schöneren Ort ein bisschen zu erholen.

Ich bin eigentlich nicht bei Milton im Bus sondern bei Leo in Puerto Montt angekommen, dem dortigen VW-Bus-Mechaniker. Er nimmt gewohnheitsgemäß gestrandete “Kombinauten” auf und hilft bei der Reparatur der gängigen Wehwehchen dieser Gefährte. Der Motor von Bagual war schon ausgebaut und die Arbeiten schon in vollem Gange. Eigentlich wollte Milton nur eine kleine Ölfuge abdichten, musste dafür aber den Motor ausbauen und wie das so ist, wenn man einmal genauer hinschaut, findet man viele viele “Kleinigkeiten” die letztendlich dann doch sehr viel Zeit und Arbeit in Anspruch nehmen. Und genau das hat dazu geführt, dass wir anstatt auf der Carretera Austral erstmal eine längere technische Pause in einem industriell angehauchten Wohnviertel im – ehrlich gesagt – touristisch nicht ganz so interessanten Puerto Montt einlegen mussten. Leider bekommt man da auch das ganze chilenische Paket mit, mit dem ich einfach nicht mehr klarkomme: ewiges Hundegebell, Autohupen und mehr (Straßen-) Hunde als Einwohner. Aber da mussten wir durch.

 

Motor raus – und dann entdeckt man Probleme, die man lieber nicht gesehen hätte…

 

Leo bemühte sich sehr um unseren Motor. Milton konnte jedoch das meiste selber machen.

 

Wenn schon, dann gscheit! Gleich noch die Auspuffanlage optimieren!

 

Lange Rede kurzer Sinn; ich versuchte das Beste daraus zu machen: Ich ließ mich von den verspielten Kätzchen der Werkstatt ablenken (oben ein Foto von einem der Kätzchen, schlafend im Vergaser), konnte einigen “Bürokram” am Computer erledigen und organisierte einen neuen Sponsor für das Dimension Kombi- Team, Terra Outdoor aus Santiago, die uns zwei Angeln nach Puerto Montt schickten. Ich hatte meine Angel ja bei unserem letzten Ausflug an den Llanquihue See im Kampf mit einem Lachs verloren. Milton half natürlich viel bei der Instandsetzung des Motors mit und machte auch sehr viel alleine. Insofern konnte er nochmal einiges von Leo lernen und ist nun noch besser für die Carretera Austral gerüstet. Des Weiteren muss man ehrlicherweise sagen, wären wir wahrscheinlich nicht allzu weit gekommen mit dem Ölleck, nicht richtig schließenden Ventilen, diversen lecken Dichtungsringen und zwei schlecht funktionierenden Zylindern. Insofern war es einfach richtig notwendig, den Motor vor der Carretera nochmal so richtig aufzubügeln.

Zwei Tage vor unserer Abfahrt kamen Lucie und Pablo, beide Franzosen mit ihrem Kombi “Caracoloco”  bei Leo an und das entspannte die Situation für mich etwas. Zusammen schraubten wir an den Motoren, halfen bei der Organisation von Ersatzteilen und kochten zusammen. Das war um einiges kurzweiliger als vorher.

Was kommt als nächstes? Die Carretera Austral!

 

(Es lohnt sich auf jeden Fall schon mal einen Blick auf unsere Route zu werfen – die Blogs sind ja immer ein bisschen zeitverzögert aber die Route ist immer aktuell…)

 

Schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr für alle wünschen

Milton und Katharina

 

 

 

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